Glauben leben – trotz und mit Corona

Heilige in unserer Mitte

Wir bewegen uns in diesen Tagen zwischen drei bekannten und großen Heiligen: Dem Heiligen St. Martin am 11. November, der Heiligen Elisabeth, deren Namenstag wir am 19. November feiern, und dem Heiligen Nikolaus, auf den wir uns am 6. Dezember alle freuen können.

Alles Heilige, Menschen, die ihren privilegierten Stand dazu genutzt haben, anderen zu helfen. Ich bewundere sie. Und ihr Leben führt mich selbst zu der Frage, wie ich mit dem umgehe, was ich so unverdient und oft geschenkt bekomme.

Mit diesen Heiligen verbinde ich zwei große Themen: anderen helfen und mir selbst helfen lassen.

„Mir helfen lassen“: Wo bin ich zu kurz gekommen? Was bräuchte ich selbst so dringend? Wo brauche ich selbst vielleicht eine Heilige Elisabeth, einen St. Martin oder einen Nikolaus? Diese Fragen sind wichtig – und wir dürfen uns trauen, uns unserer eigenen Armut zu stellen. Zu oft führt dieses Gefühl „Nicht genug zu haben“ allerdings zu wenig günstigen Verhaltensweisen: Wir können so ein unangenehmes Gefühl verdrängen (dann kommt es zur Hintertür unbemerkt wieder rein), wir können uns in Neid aufreiben (führt auch nicht weiter) oder wir benutzen unsere Ellebogen, um uns gegen andere durchsetzen zu können (tut anderen weh). Also, das nützt alles nichts. Die eigene Armut ungeschönt in den Blick zu nehmen, ist eine christliche Tugend. Uns ist verheißen, dass wir dort Gott selbst finden.

Der zweite Blick nimmt die Armut anderer Menschen in den Blick. Dazu eine Frage für „Heute“: Wo kann ich heute einem anderen Menschen etwas Gutes tun? Und dann einfach machen, so wie St. Martin, der Heilige Nikolaus und die Heilige Elisabeth.

Herzliche Grüße, auch im Namen des Seelsorgeteams, Ruth Fehling