3 Gedanken zu „Predigt für den Sonntag 24. Mai“

  1. Was ich noch anfügen möchte:

    Der Evangeliumstext vom 7. Sonntag nach Ostern geht mir irgendwie nicht aus dem Sinn. Beim Ordnen von Büchern und Texten kam mir wieder ein Text/“Gedicht“ von Madeleine Delbrel in die Hände und ich dachte das ist es, wie wir I H N verherrlichen:

    „Geht hinaus in euren Tag
    ohne vorgefasste Idden,
    ohne die Erwartung von Müdigkeit,
    ohne Plan von Gott
    ohne Bescheidwissen über I H N,
    ohne Enthusiasmus,
    ohne Bibliothek-
    geht so auf die Begegnung mit I H M zu,
    Brecht auf ohne Landkarte-
    und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist
    und nicht erst am Ziel.
    Versucht nicht ihn in Originalrezepten zu finden,
    sondern lasst E U C H von I H M finden
    in der Armut eines banalen Lebens.“

    Ja, ich denke das sagt alles, wir brauchen nicht suchen, deshalb brauchts für Gott auch keine Landkarten, keine Kompasse, einfach nix als die Bereitschaft, da zu sein für andere und damit auch für I H N, das ist, so meine ich nun die Verherrlichung, um die es geht; und, ob wirs merken oder nicht, er ist da und das genügt, und jetzt denke ich kann ichs gut sein lassen.
    Liebe GRüße an da draußen an den PC-Bidschirmen und anderswo
    B. R. -R.

  2. Ein grandioser Text und eine Predigt, die mir theologisch viel erschlossen hat.

    Nun gestehe ich aber, dass ich dass ich den Text oft und oft seit getstern immer wieder gelesen habe und ich für mich gedacht habe ein wunderbarer Text, aber ich habe mich gefragt, warum dieser Text wirklich gesprochen im Abendmahlsaal hier und heute gelesen wird und ich habe auch den Satz vor Augen „Die Stunde ist gekommen…“, daran habe ich erkannt, dass dies Worte aus dem Abendmahlsaal sind.
    Würde ich den Text nur gehört haben und vielleicht den Anfang verpasst haben, hätte ich gesagt, Jesus der Sohn spricht hier in einem inneren Monolog zu sich selber und gleichzeitig zum Vater, mit dem er ja eins ist, einen inneren Monolog über alles was war, vor Erschaffung der Erde, die Sendung des Sohnes, also seiner selbst, das sich Hineingeben in den Tod und die Auferstehung und das Zurückkehren zum Vater, mit dem der Sohn dann vollkommen eins ist und den Heiligen Geist als Gabe ihrer Liebe, sozusagen sich uns zurückgeben, den Menschen in der Welt. Das ist Johannes, doch gleichzeitig höre ich darin die Worte im Mattäus-Evangelium, als Jesus sagt, die Jünger sollen warten in Jerusalem, bis er ihnen einen Geist sendet, also wiederkommt in anderer Weise nämlich in der Liebe Gottes des Vaters und der Liebe des Sohnes, also als Heiliger Geist.
    Es ist wieder diese Dynamik, die mich gerade auch an diesem Text anspricht und mitnimmt, ich stelle mir diese Dynamik auch bildlich vor.

    Als ich diese Gedanken gedacht hatte , kam mir dann so, dass alles letztendlich ein Geheimnis ist und wir manchmal erst im Nicht-Verstehen verstehen können.
    So hoffe ich, dass es mir mit dieser Sohn-Vater-Rede auch ergehen möge.

    Liebe Ruth, mir gefällt Dein Ansatz diesen Text aus Deiner Sicht aus heutiger Sicht zu sprechen/denken/schreiben sehr gut, es erscheint mir wie ein innerer Monolog eines inneren Monologes, ein Weg, Gedanken eines Anderen nach-zu-spüren.
    Manchmal tun wir das auch, wenn wir unsere Lieben, Freunde besser verstehen wollen, wenn uns Dinge rätselhaft erscheinen; mir geht es manchmal auch so mit Gott-Vater und Gott Sohn, den ich gerne Freund nenne.

    Danke für diesen interessanten Predigtansatz.

    B. Ring-Rohr

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