Gott – Vater und Mutter

Wir haben sehr viele Bilder für Gott, und wir sprechen ihn/sie unterschiedlich an: Manche beten zu Jesus, andere zu Gott, in freikirchlichen Kontexten höre ich häufig „himmlischer Vater“.

Wie sprechen Sie Gott an, wenn Sie beten?

Welches innere Bild haben Sie von Ihrer Beziehung zu Gott? Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass Gott Ihnen ganz nah ist, dass Sie ihm blind vertrauen können. So wie das Kind auf dem Bild: Es geht an der Hand des Vaters, alles ist gut. Vielleicht fühlen Sie sich auch wie bei einem Drahtseilakt, balancierend, schwankend, unsicher. Ist da ein Gott, der mich auffangen kann? Vielleicht können Sie mit Gott als „Vater“ gar nicht viel anfangen, vielleicht ist Ihnen die Gott als „Mutter“ ganz fremd.

Suchen Sie sich ein Wort oder eine Anrede, die in Ihnen etwas zum Klingen bringen, Vertrauen wecken oder Ihrer Sehnsucht Platz schaffen.

Gott – Barmherziger, Allmächtiger, Unbegreiflicher,

Herzensbrecher, Sehnsuchtswecker, Liebevoller,

Du

zärtlich, stark, fern und nah

Verführerin, unablässig uns Suchende, Alles in allem.

Jesus Christus

Heilige Geistin (im hebräischen ist sie noch weiblich …)

Viele Grüße, Ruth Fehling

3 Gedanken zu „Gott – Vater und Mutter“

  1. Wie Gott ansprechen?
    Bei einem Bibel-Teilen Abend kam auch bei uns diese Frage auf, wie sprechen wir Gott an und dass eine männliche oder weibliche Anrede wie: Vater / Mutter / oder ähnliches schwierig sein kann. Da sagte eine Teilnehmerin, sie nimmt beim Gebet oft die Anrede: „Meine Hoffnung und meine Freude“.
    Das gefällt mir immer noch sehr gut, da es oft gut ausdrückt, was ich empfinde.

  2. Lieben Dank für diesen Impuls.
    Hab mich gefreut über Ruach , die Heilige Geistin; habe ein Bild von Ruach angehängt, eine Linolschnitt der Künstlerin Claudia Nietsch-Ochs: Dieses Bild vereinigt beides männliche Stärke und weiblich Milde oder, so darf es auch sein, gerade umgekehrt; der die Heilige Geist/in verleiht uns Kraft, Mut, Stärke, Standfestigkeit und zugleich Milde Friedfertigkeit, ….
    Zuletzt ist es der Heilige Geist, der die Beziehung, die Liebe, zwischen Gott-Sohn und Gott/Vater-Mutter ist.
    Das war ein Firmgeschenk an Firmanden und Mitarbeiter als unsere Tochter Leticia zur Firmung geht, begleitet uns beide seither.

    Gott sich als Mutter und Vater zu denken gefällt mir, kann das gut sehen.
    Gott ist für mich vor allem ganz Liebe, das ist das Schönste, was ich glauben will, auch wenn ich schon mal zzu I HM/IHRsage, heute hab ich damit mal Probleme.
    Aberder Gedanke, das Gott ganz Liebe ist,und wir seine Liebe als Eltern Partner, Kinder… in uns haben und in diesem Bewusstsein laben, handeln sollen, ist großartig.

    Unmittelbar bevor ich heute uf den Blog ging, habe ich heute einen Song des kanadisch/amerikan. Tenors/Songwriters gehört und die Lyrics gelesen mit Titel
    „Your Face“ und da redet er Gottes Gesicht mit großgeschriebenem H E R F A C E
    an, also ihr (weiblich) an; das Lied ist vor allem für alle Menschen in der Corona-Zeit geschrieben, ein wunderschönes Lied.

    Gottes väterliche und mütterliche Seiten, seine Liebe, brauchen wir mehr denn je
    um selbst davon an andere abgeben zu können.

    Danke Ruth für diesen interessanten und wichtigen Aspekt.

    B.Ring-Rohr

  3. Liebe Ruth,
    Dank für diesen Impuls (und all die anderen) .
    Heilige Geistin! Das war neu für mich und lässt meine Seele hüpfen!
    Gott ist so unbegreiflich und begegnet uns in unendlicher Gnade, er lässt uns atmen in ungeahnten Dimensionen fern von Begriffen…

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