Gedanken zum Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August

Mein Ende ist mein Anfang

Text und Bild von Alexandra Kunz

So beschrieb vor Jahren ein krebskranker Mann in einem Film seinen Weg zu seinem letzten Lebensziel. Wir Christen glauben, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern dass der Tod der Durchgang zu einem neuen Leben bei Gott ist. Ein Leben, das keine Tränen, keine Schmerzen, kein Leiden und keine Trauer kennt. Nur Liebe, Freude und Frieden. Jesus hat uns gesagt, dass Gott die Liebe ist. Und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. Wer in Christus ist, hat den Schritt vom Tod zum Leben bereits getan, allen voran die Mutter Jesu, die mit der Person und dem Werk ihres Sohnes über den Tod hinaus aufs engste verbunden bleibt.

Die Aufnahme Marias in den Himmel ist seit alters her die Überzeugung der Christen. Die Ostkirche feiert das Fest „Mariä Himmelfahrt“, richtiger das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, schon bald nach dem Konzil von Ephesus (431). Von Kaiser Mauritius (582–602) wurde der 15.August als staatlicher Feiertag anerkannt. In der römischen Kirche wird das Fest seit dem 7.Jahrhundert gefeiert. Am 1.November 1950 hat Pius XII. die Lehre, dass Maria mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde, als Glaubenssatz verkündet und damit die seit alters her vorhandene christliche Glaubensüberzeugung endgültig bestätigt.
Was an Maria auf außerordentliche Weise schon Wirklichkeit ist, steht uns Menschen noch als Zukunft bevor. Maria, die sich durch ihr „Jawort“ ganz in den Dienst und Heilsplan Gottes stellte, hat nicht nur „Gottes Wort“, das in die Welt gekommen ist, getragen und aufgenommen, sondern sie hat den Weg ihres Sohnes bis zum Ende am Kreuz begleitet. Wohin, als zu Jesus, der auferstand und zum Vater ging, also zu Gott der ewigen Liebe, sollte ihr Lebensziel einmünden?
„Durch die Vollendung Mariens als der ersten Person der Menschheitsgeschichte, ruft uns der auferstandene Herr zu, dass der Lebensweg des Menschen in die Arme Gottes führen soll“ (Gregor M. Hanke OSB, Bischof von Eichstätt). Der Tod ist nicht das Ende. Gott ist und bleibt uns treu. Und so wie er Jesus nicht im Tod gelassen hat, so hat er auch Maria im Tod in ein neues unvorstellbares Leben hineingenommen.
Das feiern die Christen am Fest der Aufnahme Marias in den Himmel, dass auch für uns, für mich gilt:
Mein Ende ist mein Anfang

Alexandra Kunz, Gemeindereferentin

Ein Gedanke zu „Gedanken zum Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August“

  1. Lieben Dank für diesen Impuls zu Mariae Aufnahme in den Himmel mit dem Hinweis, dass Maria das zu Teil wurde, wo wir auf dem Weg sind.

    Dieses Jahr war ich am 15. August auf einem Wochenende für Meditatives Tanzen mit dem Thema Mirjam, ein anderer Name für Maria.
    Wir haben die Geschichte des Auszug aus Ägypten des Volkes Israel angeschaut und dabei vor allem die Geschichte Mirjams, der Schwester von Aaron und Mose. Wir haben gesehen, wie Mirjam und dasVolk Israel immer wieder sich neuen Herausforderungen stellen mussten, Komfort-Zonen verlassen- und sich auf Neues, Anderes ein-lassen mussten: Wasser, Wüste, Hitze, Hunger,… und Vieles mehr lag vor ihnen, bis das Gelobte Land erreicht wurde.
    Das WE fand im Stadtkloster St Franziskus statt (Dammerstock, KA), wo es auch einen wunderschönen Kräutergarten gibt, so dass wir auch an Maria erinnern konnten und ausführlich getan haben. Beide Frauen, Maria und Mirjam, haben ihre Herausforderungen angenommen und sind beharrlich, mutig ihren Weg gegangen, sowohl von Maria als auch von Mirjam zu hören und das in meditativen Tänzen auszudrücken, hinterlässt Spuren in uns Teilnehmern und vor allem in mir, es war ein sehr berührendes aber auch fröhliches WE, besonders wenn ich an Mirjams Lobpreis für den Herrn denke und die vielen, die ihr tanzend, trommelnd und singend gefolgt sind, rührend auch wie man sich für Mirjam eingesezt hat, als sie kurzzeitig vom Aussatz befallen war, es lohnt sich, die Geschichte (Exodus) zu lesen, für mich habe ich darin viele Bilder gefunden, die gerade auf die momentane Krise passen, aber auch Lösunsansätze zeigen, das gibt Mut und lädt zum aufrechten Gang ein.

    Danke, Alexandra, für den Auszug aus dem Buch (es gibt dazu auch einen berührenden Film auf DVD) „Das Ende ist mein Anfang“ von Tiziano Terzani, dem Sohn, des alten Mannes , der eben diesen Satz „Das Ende ist mein Anfang“ geprägt hat, fürwahr ein Satz, den ich mir gerne zu Herzen nehme.
    Lieben Dank dafür,

    Barbara Ring-Rohr

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