Da war noch was …

… ach ja, der Klimawandel. Vor Corona war das irgendwie wichtig, und jetzt? Jetzt ist es eigentlich wichtiger denn je. Wissenschaftler melden diese Tage, dass sich alles eher zum „schlimmsten angenommenen Fall“ entwickelt. Es geht nicht mehr um 1,5 Grad als Schallgrenze einer möglichen Klima-Erwärmung, es geht in der Diskussion um 3,5-5 Grad.

„Eigentlich reicht mir Corona. Und jetzt noch der Klimawandel.“ Vielleicht denken Sie so und mir geht es manchmal auch so. Wir haben gesellschaftlich zu viele Themen (Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Demokratiefeindlichkeit, Radikalisierung der Bevölkerung, wirtschaftliche Sorgen …), so dass man vor lauter „sich Sorgen machen“ nicht fertig wird.

Bleibt die Frage, wie wir mit Problemen umgehen, den privaten wie den gesellschaftlichen. Wie gehe ich mit meiner Verletzlichkeit um? Meiner Endlichkeit? Woher nehmen wir die Kraft, für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzustehen? Wie können wir an Gott glauben, – und an welchen Gott?

Im Herbst 2019 habe ich zu der Frage „Wie kann ich angesichts der Klimawandels an Gott glauben – und an welchen Gott?“, einen Text geschrieben, der auf feinschwarznet erschienen ist. Falls Sie ihn lesen möchten, können Sie hier weiterlesen.

Viele Grüße, Ruth Fehling

3 Gedanken zu „Da war noch was …“

  1. 8 Milliarden Menschen sind für unsere Erde einfach zuviel. Und wenn davon nur ein geringer Prozentsatz wirklich etwas für das Klima tut, dann ist der Untergang in absehbarer Zeit gesichert. Vielleicht ist ja Corona ein Warnschuss von Oben, wie seinerzeit die Sintflut. Viele von uns reden nur davon, dass sie etwas für das Klima tun oder tun wollen, es bleibt aber beim Gießen der Zimmerpflanzen mit dem Restwasser der Kaffeemaschine oder mal einem Sonntagsausflug mit dem Rad statt mit dem Auto, aber die alltäglichen Wege werden weiterhin – und jetzt wegen Corona vermehrt, da öffentliche Verkehrsmittel gemieden werden – mit dem Auto zurückgelegt, auch wenn es nur innerhalb des Wohnorts ist. Da geht man nicht mal 200 Meter zu Fuß zum Bäcker oder 1000 Meter in die Kirche und fährt dann mit dem Auto ins Fitnesstudio, um fit zu bleiben! Getränke werden in Plastikflaschen gekauft – und jetzt soll die Dose auch wieder kommen. Dabei reicht doch das Wasser aus der Leitung, um den Durst zu stillen…
    Da könnte ich noch viele Beispiele nennen…

    Wir Menschen in den reichen Ländern sind einfach nur bequem – jeder einzelne von uns – und das auf Kosten der Umwelt und der Menschen in den Drittländern, die der Klimawandel noch viel härter trifft.
    Appell an Vernunft bringt gar nichts. Restriktionen müssten her, wie z.B. maximal ein Auto je Familie und dann das Benzin so teuer, dass man es sich gut überlegt, ob man zum Bäcker fährt oder geht. Getränke nur in mitgebrachten Behälter, wie früher die Milch, …

    Unser Luxusleben fährt unsere Umwelt an die Wand. So können wir den Klimawandel nicht mehr aufhalten und Gottes Antwort ist die nächste Sintflut und Dürre, Corona und was sonst noch kommt, um wieder auf Start zu setzen – wenn er uns überhaupt noch mal eine Chance geben will…

    1. Hallo Juliana,

      in vielen Deiner Äußerungen kann ich Dir Recht geben, was den Umgang mit unserer Welt angeht.
      Aber Corona als Strafe Gottes anzusehen wie auch die Sintflut etc. ist doch weit weg vom Bild des barmherzigen Gottes. Du beschreibst ein Gottesbild, das ich in meiner Kindheit gelernt habe und das mich aus der Kirche und vom Glauben weggetrieben hat. Erst als ich den barmherzigen verzeihenden Gott kennenlernte und auch erfahren habe, konnte ich wieder zurück in die Geborgenheit der Glaubensgemeinschaft finden. Und ich weiß, dass Gott uns hält, wenn wir es zulassen. Er überlässt uns die Entscheidung. Wir treffen sie, nicht er für uns.

  2. Danke für diesen Artikel, äußerst aufklärend, informativ, äußert befasst und mit Herzblut und Mit-leiden, Mit-fühlenam schlechten Zustand unserer Natur…. geschrieben

    An Gott will ich trotz Umweltkatastrophen, gesellschaftlicher Probleme … glauben und weiter hoffen. Denn, wenn ich durch die Natur gehe, dann erkenne ich seinen Bau-Plan und sehe viel Schönes.
    Habe in den vergangenen Wochen auch manchen Essay von David. Henry Thoreau gelesen, über einen Wild-Apfelbaum, über Herbstfarben, Winterspaziergänge.
    Ja, wir sollten uns mehr Zeit für die Natur nehmen, ja durchaus in ganz einfacher, vielleicht naiver Betrachterweise wie Thoreau, aber auch darüber hinausgehen und nach Wegen und Mitteln suchen, die Natur zu erhalten oder wieder-zu-beleben aber vor lauter Arbeiten und unseren Standard zu erhalten, kommen wir zu Nix Anderem. Ich war richtig froh, mal eine Woche Urlaub zu haben,… .

    Was mich immer echt ärgert und wütend macht ist, dass es der Mensch ist, der in seiner „Freiheit“ wie es ja heißt, seine eigene Umwelt, Gottes Schöpfung zu Grunde richtet und sich selbst mit.
    Corona ist für mich ein Gradmesser unserer Vernunft, unseres Mit-Fühhlens, der Fähigkeit Mit-leiden zu können, wenn es anderen schlecht geht. So viele egoistische Verhaltensweisen, Aussagen,… habe ich gerade in den letzten Monaten gesehen und gehört, die ich gar nicht widergeben will. Wer mit den Ängsten anderer fahrlässig umgeht, gar andere deshalb auslacht und verhöhnt, wer andere nicht ernst nimmt, wenn sie sich umweltbewusst ernähren, wenn sie sich änstigen wegen Corona etc. , das alles entsetzt mich und macht mich traurig. Nichts ist für sich allein zubetrachten: Mensch Tiere Pflanzen, alles ist auch in Pandemien eins und so zu behandeln.

    Gerade in den letzten vier Wochen konnte ich zusammen mit unserer Tochter für mich erfahren, dass wir – gut durch Corona-Grenzen vorgegeben – auch quasi vor der Haustür viel zusammen machen können: einfach loslaufen nach Mutschelbach durch den Wald oder rund um Busenbach/Palmbach, mal wieder Kegeln in Auerbach, einfach auf einem freien Platz Stoff-Kugeln-Boule spielen und dabei mit Vorbeigehenden ins Gespräch kommen, oder Wassertreten in Reichenbach und auch dort ins Gespräch kommen wie an einem Brunnen in der Bibel; gesund kochen und dafür die Zutaten frisch einkaufen -wie früher.
    Ich denke ,und das ist dann wieder meine Hoffnung, jeder kann auf seine Weise anfangen und dazu beitragen etwas für die Umwelt zu tun.
    Ich selber versuche auch Wasser zu „retten“ in dem ich Restwasser aus der Kaffeemaschine auffange für meine Pflanzen, Wasservergeudung kann mich auch auf Hundert bringen….
    Aber die Politik ist eben auch gefordert und vor allem auch dadurch, dass sie Mittel und Wege der Einhaltung und Durchführung von Maßnahmen vorgibt.

    Aber fangen W I R an, jeder einzelne und achten und wertschätzen wir Gottes Schöpfung, und das im Dialog, mit allem Engagement und Herzblut!!!!!!!!!
    Menschen ansprechen, wie sie es halten mit Umwelt-Vorsorge, Wertschätzung aller Menschen, egal welcher Hautfarbe, Verfasstheit etc,
    Danke für diesen wichtigen Beitrag!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    B. R.-R.

    Es ist nicht leicht, aber ich denke, das ist es was E R, unser Schöpfer-Gott von uns in aller FReiheit erwartet.

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