Beten und Denken

„Gottesdienst wird zum Hotspot“. Diese Überschrift las ich vor kurzem.

Gemeint war, dass dort, wo Menschen gemeinsam gebetet und Gottesdienst gefeiert haben, sich einige mit dem Corona-Virus infiziert haben.

„Zwei Dinge können die Welt retten – beten und denken“, sagt der Schriftsteller Bruce Marshall. „Aber oft ist es leider so, dass die, die viel beten, nicht denken und die, die viel denken, nicht beten“, schließt er an.

Es kann sein, dass beten und denken zu bestimmten Zeiten unterschiedlich gewichtet sind. Der Sonntag ist für manche Menschen sicherlich mehr dem Beten gewidmet.

Die Werktage, etwa bei der Arbeit, sind mehr vom Denken geprägt.

Wir brauchen zu jeder Zeit – und sicherlich ganz besonders in dieser Zeit jetzt – denkende Beter*innen und betende Denker*innen.

Wir brauchen Herz und Verstand. Vernunft und Glaube gehören zusammen. Beides hat uns Gott geschenkt.

Viele Grüße, Thomas Ries

2 Gedanken zu „Beten und Denken“

  1. Ja, Beten und Denken gehören zusammen – das hat Papst Johannes Paul II. , in einem wie ich finde sehr schönen Satz, so ausgedrückt:
    „Glaube und Vernunft (Fides et ratio) sind wie die beiden Flügel, mit denen sich der menschliche Geist zur Betrachtung der Wahrheit erhebt.“ (Das Zitat ist der Beginn der Enzyklika Fides et Ratio aus dem Jahr 1998)
    Ich finde, das ist eine sehr schöne Vorstellung, denn das abheben zum Fliegen funktioniert eben nur, wenn sich beide Flügel zusammen bewegen. Nur mit einem geht es nicht!

  2. Ein Impuls, der gut tut!

    Mir geht das oft so, dass ich betend denke und im Denken bete.
    Eigentlich ist ein Christen-Mensch immer im Gebet, denn alles Tun ist für I H N ein Zwiegespräch mit I H M, unserem Schöpfer, Beten heißt für mich in Verbindung mit I H M zu sein und mein Tun an I H M auszurichten.
    Tun, beten, Denken ist für mich eins, und bei Gott nicht leicht!

    “ … Ich weiß nicht immer so genau, wer Du bist,
    aber ich vermute und glaube,
    dass D U etwas mit mir vorhast,
    mich nehmen willst, aufnehmen,
    so, wie ich bin. …
    Du weißt, was nötig ist
    für mich und diese Welt, in der ich lebe.
    Öffne die Augen meines Herzens ,
    damit ich Deine Wege erkenne,
    Du, das Mittendrin,… “ (Exerzitien im Alltag: Martin Jilesen/Jochen Jülcher)

    Für mich ist das ein wichtiges Gebet, dass ich immer wieder bete, gebets-mühlenartig, aber es trägt!
    Danke, für den Impuls

    Barbara Ring-Rohr

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