Happy Birthday, Alles Gute zum Geburtstag!

von Barbara Ring-Rohr

Die Früchte des Heiligen Geistes

Ja, was gibt es denn zu feiern? Heute an Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Kirche: das sind wir. Also alles Gute zu unserem Geburtstag! An Pfingsten feiern wir das Kommen des Heiligen Geistes, die Liebe zwischen Gott dem Vater und dem Sohn, und das jedes Jahr an Pfingsten aufs Neue.

In den vergangenen Wochen konnten wir auf dem Blog von den Gaben des Heiligen Geistes lesen und nach-spüren. In der Bibel ist zudem von den Früchten des Heiligen Geistes die Rede. Sie sind, ebenso wie die Gaben, von Beginn unseres Lebens in uns eingesenkt. In der Taufe werden sie durch die Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen auf unsere Stirn uns als Bestärkung durch den Heiligen Geist zugesprochen.

Nach Gal 5 gibt es folgende neun Früchte des Heiligen Geistes, mancherorts werden auch 12 genannt: LIEBE (LOVE), FREUDE (JOY), FRIEDE (PEACE), LANGMUT/GEDULD (PATIENCE), FREUNDLICHKEIT, GÜTE (GENEROSITY), TREUE (FAITHFULNESS/FIDELITY), SANFTMUT und SELBSTBEHERRSCHUNG.

Manche Deuter der Geistesfrüchte vergleichen sie mit einer Weintraube, die aus mehreren Beeren besteht, die aber ohne den Weinstock nicht leben kann (vgl. Joh. 15). Wie die Gaben kommen auch die Früchte nicht von uns selbst, wir müssen immer um sie bitten/beten, vor allem uns dafür öffnen. Durch diese „Früchte“ will Jesus Christus in uns Wohnung nehmen und in uns leben.

An der Stelle fällt mir ein Satz von Andrea Schwarz ein. Sie sagt, dass der Heilige Geist den Unterschied erzeugt.“ (aus dem Buch: „Windhauch, Feueratem, eigentlich ist Pfingsten ganz anders“), das heißt, positiv betrachtet, ist das Wirken des Heiligen Geistes in einem Menschen für uns wahrnehmbar.

In der Bibel gibt es immer wieder Anspielungen auf diese Früchte. Für mich ist Petrus ein solcher Mensch, den man an „seinen Früchten erkennen“ kann (Mt 17,16-18), lernen wir ihn doch vor Jesu Tod als aufbrausend und feige kennen. So zieht er das Schwert und schlägt einem Soldaten das Ohr ab, und er verleugnet Jesu drei mal. Nach Jesu Auferstehung erleben wir ihn in der Apostelgeschichte als einen auf den Gelähmten Zugehenden, ganz in der Liebe seines Meisters (caritas), und nicht zuletzt wirkt das alles weiter auf die Gemeinde, auf die Gemeinschaft der Jünger.     

Als ich  für  die Geistesfrucht „Freude“ ein Beispiel mit Bezug zu unsere Zeit gesucht habe, bin ich auf Mutter Theresa gestoßen:  Obwohl sie, so heißt es, innerlich oft frustriert war, sehen wir sie immer mit einem Lächeln den Armen zugewandt, letztendlich in einem inneren Frieden und in der Liebe Christi, die das „Gute“ für den Anderen will. Viel lässt sich über die Früchte des Geistes erzählen und nachlesen, für mich sind sie so etwas, um das wir beten und bitten dürfen als eine Art, praktische Orientierungshilfe. So gilt für uns:

„An unseren Früchten wird man uns und unsere Gemeinde/Gemeinschaft erkennen“.     

Alles Gute zum Geburtstag!

Barbara Ring-Rohr

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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