13. Juni Antonius von Padua

Auch während der Corona-Pandemie kommen am 13. Juni, dem Todestag, Antonius-Verehrer aus nah und fern zusammen.
In normalen Jahren besuchen über das Jahr verteilt rund 3,5 Millionen Pilger die Antonius-Basilika in Padua.

Sie ist eine der größten und bekanntesten Wallfahrtskirchen Italiens; von den Einheimischen wird sie nur „il santo“ genannt. Denn Antonius (1195-1231) war lange Zeit gemeinsam mit seinem Mitbruder Franziskus von Assisi (1181/1182-1226) der beliebteste Heilige in Italien.
Für die Pilger, die nach Padua kommen, gehört es bei ihrem Besuch dazu, die Marmoroberfläche seiner letzten Ruhestätte zu berühren und dort ein Gebet zu sprechen. Damit das auch trotz Corona möglich ist, wird die Fläche gleich im Anschluss von fleißigen Helfern desinfiziert.
Wer noch etwas mehr auf Tuchfühlung mit dem heiligen Antonius gehen will, kann in der Reliquien-Kapelle der Basilika auch seine sterblichen Überreste besichtigen: In einem goldenen Reliquiar aus dem Jahr 1436 wird die unversehrte Zunge des als außergewöhnlich redebegabt geltenden Bußpredigers und Kirchenlehrers verwahrt. Nebenan schweben in einer trüben Flüssigkeit die erst 1981 bei der letzten Untersuchung der Gebeine aufgefundenen Knorpel seiner Stimmbänder. Ein Anblick, den nicht jeder erträgt und pietätvoll findet. Viel stimmungsvoller und würdiger ist da für viele die Prozession mit den Reliquien des Heiligen, die am späten Nachmittag durch die Stadt zieht.
Viele Menschen wenden sich an ihn, wenn sie etwas suchen mit der Bitte um Auffinden verlorener Gegenstände.

Mit freundlicher Genehmigung des Konradsblattes.

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