Siebenschläfer – 27. Juni

Text: Thomas Ries; Bild: pixibay

In meinem Kalender steht heute: „Siebenschläfertag“.
Der heutige Tag hat nichts mit dem Siebenschläfer zu tun, es ist nicht das kleine Nagetier gemeint, sondern die Legende von den sieben Schläfern Maximian, Malchus, Martinian, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantin.

Sie werden mit dem Nagetier in Verbindung gebracht, weil es einen langen Winterschlaf hält, sogar länger als sieben Monate, von September bis Mai.
Im Jahr 251 werden die sieben Brüder, alle Schafhirten, in Ephesus, an der heutigen Westküste der Türkei auf Befehl des Kaisers Decius verfolgt, weil sie Christen sind. Schließlich werden sie von den römischen Soldaten geschnappt und kurzerhand in einer Höhle eingemauert.
Fast 200 Jahre später, längst ist das Christentum Staatsreligion, will ein Hirte die zugemauerte Höhle als Schafstall benutzen. Er reißt die Mauer ein und in der Höhle erwachen die sieben Brüder. Sie sind putzmunter, nur etwas hungrig. Einer von ihnen läuft los, um Brot zu holen. Er gibt dem Bäcker eine Münze mit dem Bild von Kaiser Decius. Da dämmert es dem Bäcker und er verständigt sofort den Bischof von Ephesus. Eine Abordnung geht zur Höhle. Dort sitzen die sieben Schläfer und beißen gerade hungrig in das Brot.
Eine Legende, die mich hoffen lässt auf die Auferstehung.

Thomas Ries

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