„Impfstoff-Priorisierung in der Corona-Pandemie – Eltern und Kinder sind der letzte Rest“

Schon seit einigen Wochen treibt mich die Priorisierung um, die den Menschen in Deutschland mehr oder weniger schnell einen Zugang zu einer heißersehnten Impfung ermöglicht. Nicht alle wollen geimpft werden, aber das ist ein anderes Thema.

Die Kategorie „Eltern“ taucht in den Priorisierungen überhaupt nicht auf, für mich ein untrügliches Signal, dass sie wieder einmal (unbewusst?) übersehen werden, keine Relevanz haben, und sich um ihre Probleme gefälligst alleine kümmern sollen.

Der Artikel, den ich heute morgen in der Frankfurter Rundschau gefunden habe, bringt es auf den Punkt: Die fehlende Priorisierung im Blick auf Eltern ist zutiefst ungerecht und Ausdruck mangelnder Wertschätzung unseren Familien gegenüber. Michaela Mahler, die diesen Artikel geschrieben hat, hält dagegen fest: „Eltern minderjähriger Kinder sind per se pflegende Angehörige. Sie können sich nicht schützen, können keinen Abstand halten.“

Wie soll ich sagen? Sofort in die Priogruppe 2 mit allen Eltern! Wenn ich zu entscheiden hätte, wäre das für mich klar.

Dass es für die Kinder nach wie vor keinen zugelassen Impfstoff gibt, macht auch etwas sichtbar. Sicher, Biontech prüft gerade … . Aber warum jetzt erst?

Immer wieder zeigt sich für mich: Kinder und Familien stehen in unserer Gesellschaft hinten an. Sie haben keine Priorität. Die Schulen offen zu lassen, ist nett. Dass jetzt getestet wird (muss oder kann, das ist mir nach wie vor nicht klar), endlich mal eine richtig gute Entscheidung. Aber Unterricht ist, trotz halbwegs funktionierender Schutzkonzepte, ein Ansteckungsexperiment. In den Kindergärten ist das sowieso so.

Und wenn ich schon dabei bin: Wenn die Fälle von Hirnvenenthrombosen vor allem bei Frauen auftreten, warum werden dann nicht alle Männer ausschließlich mit Astraceneca geimpft und die Frauen mit Biontech? Auch das hat System. Frauen schlucken seit 50 Jahren die Pille (sorry, wir katholischen Frauen natürlich nicht:-) ), und nehmen alle Nebenwirkungen in Kauf. Die Pille für den Mann wurde nicht weitergehend erforscht und kam erst gar nicht auf den Markt, wegen Nebenwirkungen!

Diskriminierung kennen wir ja aus unserem katholischen Kontext, aber unsere Gesellschaft kann das auch.

Heute morgen bin ich wütend! Ja!

Und jetzt schreibe ich unserem Gesundheitsminister. Wenn Sie das auch tun wollen, hier der link.

Viele Grüße, Ruth Fehling

Der Kinderkreuzweg

Der Weg Jesu von Palmsonntag bis Ostermontag

Osterlied: Text: Rolf Krenzer – Musik: Reinhard Horn (www.reinhardhorn.de)
Aus Buch/CD „Bibelhits“, © KONTAKTE Musikverlag, Lippstadt – www.kontakte-musikverlag.de

Bleibet hier und wachet mit mir: Ateliers et Presses de Taizé, Communauté CS 10004, 71250 TAIZE, FRANCE
Wo zwei oder drei: Jesus-Bruderschaft, Gnadenthal, © Jesus-Bruderschaft e.V., Gnadenthal
Zwei Jünger gingen: Helga Poppe, © Jesus-Bruderschaft e.V., Gnadenthal

Fotos, Ton und Schnitt: Mirjam Bartberger

Ein Jahr #CoronaEltern: Wo bleibt die Solidarität mit Kindern und Eltern?

Die junge Mutter und Autorin Lea Gscheidel schreibt sich, wie ich finde sehr klug, ihren Frust von der Seele. Lesenswert!

Und passend zu den steigenden Infektionszahlen und Kindergärten und Schulen 🙁

Hier geht es zu dem Artikel.

Viele Grüße, Ruth Fehling